Haggai 1:2-10 - "2 So spricht der HERR der Heerscharen: Dieses Volk sagt: »Es ist noch nicht die Zeit, zu kommen, die Zeit, um das Haus des HERRN zu bauen!« (oder: »Es ist nocht nicht Zeit, das Gesetz Gottes in seiner Fülle/Gaenze in unserer Gesellschaft aufzurichten/einzuführen/durchzusetzen«) 3 Da erging das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai folgendermaßen: 4 Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen (im Luxus leben), während dieses Haus in Trümmern liegt? 5 Und nun, so spricht der HERR der Heerscharen: Achtet doch auf eure Wege! 6 Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm; und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel! 7 So spricht der HERR der Heerscharen: Achtet doch auf eure Wege! 8 Geht auf das Bergland und holt Holz und baut das Haus (das ist anstrengend, daher: scheut euch nicht vor dem zusätzlichen Aufwand, hinzusitzen und das Gesetz Gottes zu studieren - aber ACHTUNG, man beachte Jakobus 1:22 "Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.")! Dann werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der HERR (ABER: Sprüche 28:9 - "Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Gräuel."). 9 Ihr habt viel erwartet, doch siehe, es wurde wenig daraus; und brachtet ihr es heim, so blies ich es weg! Warum das? So spricht der HERR der Heerscharen: Um meines Hauses willen, das in Trümmern liegt (oder: weil das Gesetz Gottes in der Gesellschaft nicht durchgesetzt wird), während jeder von euch eilt, um für sein eigenes Haus zu sorgen! 10 Darum hat der Himmel über euch seinen Tau zurückgehalten, und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten."

2. Chronik 7:13-14 - "Wenn ich den Himmel verschließe, so dass es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, DEMÜTIGT SICH, und SIE BETEN [Gott aktiv um Hilfe und/oder Vergebung bitten] und SUCHEN MEIN ANGESICHT [nicht nur materiellen Gewinn suchen, sondern die Beziehung zu Gott] und KEHREN UM VON IHREN BÖSEN WEGEN [nicht nur den andern Leuten vorheucheln, dass man ein guter Mensch sei, sondern wirklich ein guter Mensch werden, indem man aufhört, das Böse zu tun], so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen"

Klagelieder 5:1-22 - "1 Gedenke, HERR, an das, was uns widerfahren ist! Schau her und sieh unsere Schmach! 2 Unser Erbe ist den Fremden zugefallen (Stichwort: Gewisse Leute bekommen keine Arbeitsbewilligung und daher müssen sie von den Steuerzahlern der restlichen Bevoelkerung ernaehrt werden), unsere Häuser den Ausländern. 3 Wir sind Waisen geworden, ohne Vater; unsere Mütter sind wie Witwen (Stichwort: Alleinerziehende Mütter). 4 Unser Wasser trinken wir um Geld (Stichwort: Wasser in PET-Flaschen kaufen), unser eigenes Holz bekommen wir [nur] gegen Bezahlung. 5 Unsere Verfolger sitzen uns im Nacken; auch wenn wir müde sind, gönnt man uns keine Ruhe (denn die Wohnungs-Miete muss ja jeden Monat [oder die Beträge für die Hypothek auf das Haus regelmässig] bezahlt werden, wenn man nicht auf der Strasse landen will). 6 Wir haben Ägypten die Hand gereicht und Assyrien, um genug Brot zu erhalten (bei der EU um Hilfe/Geld anfragen für Projekte im eigenen Land). 7 Unsere Väter, die gesündigt haben, sind nicht mehr; wir müssen ihre Schuld tragen. 8 Knechte herrschen über uns (Stichwort: Jugendliche oder Kinder in der Politik); da ist keiner, der uns aus ihrer Hand befreit (wie könnte einen jemand aus der Hand der Polizei befreien [wenn ungerechte Gesetze durchgesetzt werden], wenn alle Waffen [insbesondere Schusswaffen] verboten werden?)! 9 Wir schaffen unsere Nahrung unter Lebensgefahr herbei, weil uns in der Wüste das Schwert bedroht (eventuell könnte man das auf islamische No-Go-Zonen beziehen). 10 Unsere Haut ist schwarz wie ein Ofen, so versengt uns der Hunger. 11 Frauen wurden geschändet in Zion, Jungfrauen in den Städten Judas (Stichwort: Vergewaltigungen und sich nachts nicht mehr aus dem Haus trauen). 12 Fürsten wurden durch ihre Hand gehängt; die Person der Alten hat man nicht geachtet. 13 Junge Männer müssen die Handmühle tragen, und Knaben straucheln unter Holzlasten. 14 Die Ältesten bleiben fern vom Tor, und die jungen Männer lassen ihr Saitenspiel (man hat keine Zeit mehr, um über gerechte Gesetze nachzusinnen oder um sich der Kunst zu widmen, da man nicht einmal mit mehreren Arbeitsstellen überhalb der Armutsgrenze leben kann). 15 Die Freude unseres Herzens ist dahin, unser Reigen hat sich in Klage verwandelt. 16 Gefallen ist die Krone unseres Hauptes; wehe uns, dass wir gesündigt haben! 17 Darum ist unser Herz krank geworden, darum sind unsere Augen trübe – 18 weil der Berg Zion verwüstet ist [und] Füchse sich dort tummeln. 19 Du aber, o HERR, thronst in Ewigkeit; dein Thron besteht von Geschlecht zu Geschlecht! 20 Warum willst du uns für immer vergessen, uns verlassen alle Tage? 21 Bringe uns zu dir zurück, o HERR, so werden wir umkehren; lass unsere Tage wieder werden wie früher! 22 Oder hast du uns gänzlich verworfen, bist du allzu sehr über uns erzürnt?"

Jesaja 58:1-14 - "1 Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde! 2 Sie suchen mich Tag für Tag und erheben den Anspruch, meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat; sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes: 3 »Warum fasten wir, und du siehst es nicht, warum kasteien wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?« Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an! 4 Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte. 5 Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? (2. Korinther 9:7 - "Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!") Willst du das ein Fasten nennen und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag? 6 Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch (z.B. dass man die Angestellen im Betrieb per Vertrag dazu verpflichtet hat, am Sabbat zu arbeiten) zerbrecht? 7 Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst (eventuell könnte man das beziehen auf dass man die Grosseltern nicht ins Altersheim abschieben soll, sondern sich als Familie um die Verwandten, die Hilfe benötigen kuemmern soll)? 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen; deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deine Nachhut sein! 9 Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten; du wirst schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du das Joch aus deiner Mitte hinwegtust, das höhnische Fingerzeigen und das unheilvolle Reden; 10 wenn du dem Hungrigen dein Herz darreichst und die verschmachtende Seele sättigst – dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag! 11 Der HERR wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen. 12 Und die aus dir [hervorgehen,] werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen, du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten (eventuell kann man das auch beziehen auf gerechte Gesetze und gute Traditionen, Umgangsformen und Sitten und Gebraeuche wiederherstellen); und man wird dich nennen »Der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man [dort] wohnen kann«. 13 Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] des HERRN ehrenwert; wenn du ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst (das heisst am Sabbat (=ein Tag in der Woche) als Geschäftsbesitzer sein Geschäft schliessen und seinen Angestellten einen Ruhetag gönnen), noch nichtige Worte redest; 14 dann wirst du an dem HERRN deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund des HERRN hat es verheißen."

Hosea 4:12-19 - "12 Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab wahrsagt ihm; denn der Geist der Hurerei hat sie verführt, dass sie ihrem Gott durch Hurerei untreu geworden sind. 13 Sie opfern auf den Berghöhen und räuchern auf den Hügeln, unter Eichen, Pappeln und Terebinthen; denn ihr Schatten ist angenehm. Darum treiben eure Töchter Hurerei und brechen eure Schwiegertöchter die Ehe. 14 Ich werde es an euren Töchtern nicht strafen, dass sie Hurerei treiben, noch an euren Schwiegertöchtern, dass sie die Ehe brechen; denn sie selbst gehen mit Huren abseits und opfern mit den Tempeldirnen (eventuell könnte man das auch so deuten, dass Gott die Frauen, die ihre Kinder durch Abtreibung getötet haben nicht schuetzen wird, vor denen, die sie auf der Strasse töten wollen), und das unverständige Volk stürzt sich selbst ins Verderben. 15 Wenn du, Israel, Hurerei treibst, so soll sich doch Juda nicht versündigen! Geht doch nicht nach Gilgal, zieht nicht nach Beth-Awen hinauf und schwört nicht: »So wahr der HERR lebt!« 16 Denn Israel ist widerspenstig geworden wie eine störrische Kuh; nun wird sie der HERR weiden wie ein Lamm in weiter Landschaft. 17 Ephraim ist an die Götzen gebunden; lass ihn in Ruhe! 18 Ihr Saufgelage ist ausgeartet, sie haben sich der Hurerei hingegeben; ihre Beschützer haben die Schande geliebt. 19 Der Wind hat sie mit seinen Flügeln erfasst, und sie werden zuschanden mit ihren Opfern."

1. Korinther 6:1-11 - "1 Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen anstatt bei den Heiligen? 2 Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? 3 Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Wieviel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidungen zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten! (mit andern Worten, es sollten Heilige als Richter eingesetzt werden, bei denen man sich richten laesst) 5 Zur Beschämung sage ich’s euch: demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder; 6 sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit dem anderen, und das vor Ungläubigen! 7 Es ist ja überhaupt schon ein Schaden unter euch, dass ihr Prozesse miteinander führt. Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Stattdessen übt ihr Unrecht und übervorteilt, und dies gegenüber Brüdern! (man sollte es bevorzugen, dass einem Unrecht angetan wird, als dass man andern Unrecht antut) 9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, 10 weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. 11 Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!" 1. Timotheus 1:8-11 - "8 Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet 9 und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz (eventuell kann man das so auslegen, dass ein Gerechter nicht bei einer Regierung um eine Erlaubnis/Lizenz/Bewilligung bitten muss, um das zu tun, was richtig ist - z.B. korrekt arbeiten oder ein Geschäft haben und Dinge kaufen oder verkaufen, rechtmässig heiraten, mit einem Fahrzeug auf einer Strasse fahren, auf der Strasse Predigen oder einen christlichen Büchertisch in der Fussgängerzone betreiben, oder eine Frensehstation/Radiostation verantwortungsvoll betreiben, Journalismus betreiben, Angeln)auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Widerspenstigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, 10 Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht, 11 nach dem Evangelium der Herrlichkeit des glückseligen Gottes, das mir anvertraut worden ist."" itemprop="description"/>

ANTIKE RÖMISCHE ABTREIBUNGEN & CHRISTEN

Quelle (Original auf Englisch): earlychurchhistory.org

[Text wurde grösstenteils mit DeepL übersetzt]

ANTIKE RÖMISCHE ABTREIBUNGEN & CHRISTEN

Abtreibung wurde regelmäßig unter den Armen, Sklaven, Händlern und der königlichen Klasse praktiziert. Für die alten Völker und die Römer war eine Abtreibung amoralisch. Es gab nichts im römischen Recht oder im römischen Herzen, das sagte: "Es ist falsch, sein Kind im Mutterleib zu töten". Tertullian, der frühchristliche Apologet, beschreibt, wie die Ärzte jener Zeit Abtreibungen durchführten:

"Unter den Werkzeugen der Chirurgen gibt es ein bestimmtes Instrument, das mit einem schön angepassten flexiblen Rahmen ausgebildet ist, um die Gebärmutter zunächst zu öffnen und offen zu halten. Es ist ferner mit einer ringförmigen Klinge versehen, mit deren Hilfe die Gliedmaßen des Kindes im Mutterleib mit ängstlicher, aber unbeugsamer Sorgfalt seziert werden...

Embryotom - wird verwendet, um Kopf, Beine und Arme des Babys abzutrennen

...dessen letztes Anhängsel ein stumpfer oder verdeckter Haken ist, womit der gesamte Fötus durch gewaltsame Entbindung extrahiert wird...

Doppelt gehäkelt (engl. Double Crochet) - Dieses Abtreibungswerkzeug wurde verwendet, um das Baby aus der Gebärmutter zu greifen und herauszuziehen

.... Es gibt auch (ein weiteres Instrument in der Form eines) Stachels, mit dem der eigentliche Tod in diesem heimlichen Raub des Lebens bewältigt wird. Sie geben ihm, ausgehend von seiner kindermörderischen Funktion, den Namen embruosphaktes, was soviel bedeutet wie 'der Schlächter des Säuglings', der natürlich lebendig war". Eine Abhandlung über die Seele 25

Cranioclast - Diese Art von Instrument, ähnlich der oben beschriebenen Funktion, wurde verwendet, um den Schädel des Babys zu zerdrücken, um die Extraktion zu erleichtern.

Die Römer stimmten mit der griechischen Auffassung von Abtreibung überein. Einige der bedeutendsten und angesehensten griechischen Philosophen befürworteten und duldeten die Abtreibung. Aristoteles (384-322 v. Chr.) befürwortete die Abtreibung, weil er eine Bevölkerungsexplosion befürchtete. Aber in den Tagen von Caesar Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) wusste er durch Volkszählungen, dass die Bevölkerung der Römer in der Welt abnahm. Er hatte versucht, die laxe Moral einzudämmen und Ehen zu fördern, indem er 18 v. Chr. ein Gesetz einführte, das Ehebruch zu einem Verbrechen machte, und 27 Jahre später, im Jahr 9 n. Chr., erließ er die Lex Papia Poppaea, um die Ehe zu fördern und zu belohnen, weil die Zahl der unverheirateten römischen Männer größer war als die Zahl der verheirateten Männer. Er schob die Schuld an der niedrigen Geburtenrate auf Abtreibung, Homosexuelle und auf Männer, die die Zügellosigkeit des Single-Lebens den Verantwortlichkeiten des Ehelebens und der Kinder vorzogen. Als Cäsar sah Augustus laxe Moral und eine niedrige Geburtenrate als Bedrohung für den römischen Staat. Er sprach dieses Problem öffentlich im Forum an.

Das Standbild des Augustus Caesar auf dem Forum des Augustus

Augustus lobte die verheirateten Männer dafür:  "Denn gibt es etwas Besseres, als eine keusche, häusliche Ehefrau, eine gute Haushälterin, eine Kindererzieherin, eine Frau, die Sie bei Gesundheit erfreut, die Sie in Krankheit pflegt, die Sie in Glück und Unglück begleitet.... Und ist es nicht eine Freude, ein Kind anzuerkennen, das die Begabungen beider Elternteile zeigt, es gleichzeitig das körperliche und geistige Bild von sich selbst zu nähren und zu erziehen, damit in seinem Wachstum ein anderes Ich wieder lebt?.....ich liebe und preise euch....

...ging er dann zu der anderen Menge (unverheirateter Männer) hinüber.... O, wie soll ich dich nennen? Männer? Aber Sie üben keines der Ämter von Männern aus. Bürger? Aber für all das, was ihr tut, geht die Stadt zugrunde. Römer? Aber du verpflichtest dich, diesen Namen ganz und gar auszulöschen... du bist darauf aus, unsere gesamte Rasse auszulöschen und... die gesamte römische Nation zu vernichten und zu beenden... du begehst einen Mord, indem du an erster Stelle nicht diejenigen zeugst, die deine Nachkommen sein sollten... Außerdem zerstörst du den Staat, indem du seine Gesetze missachtest, und du verrätst dein Land, indem du es unfruchtbar und kinderlos machst ... Denn es sind Menschen, die eine Stadt ausmachen ... nicht Häuser, Laubengänge oder menschenleere Marktplätze." Cassius Dio (155-235 n. Chr.), Römische Geschichte 56.1-5

Im 1. Jahrhundert n. Chr. sah Kaiser Augustus, strategisch denkend, die korrupte Moral und die niedrige Geburtenrate Roms als Bedrohung für die Verteidigung und den Fortbestand des römischen Staates an. Aber ca. 300 Jahre zuvor hatte Aristoteles die Gefahr für den griechischen Staat durch zu viele Kinder befürchtet.

Etwa 1.800 Jahre vor Caesar Augustus hatte ein ägyptischer Pharao die Tötung aller männlichen Babys seiner jüdischen Sklaven befohlen, weil er befürchtete, dass sich ein Sklavenheer gegen ihn erheben oder ein Sklavenheer sein Land verlassen würde:

Pharao erlässt Dekrete zum Ertränken von Babys-Michiel van der Borch, 1332

"Aber die Kinder Israels (Sklaven) waren fruchtbar, regten und mehrten sich und wurden so zahlreich, dass das Land (Ägypten) von ihnen voll wurde. Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste. Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen! Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses. Je mehr sie aber [das Volk] bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, so dass ihnen vor den Kindern Israels graute. Darum zwangen die Ägypter die Kinder Israels mit Gewalt zum Dienst, und sie machten ihnen das Leben bitter mit harter Zwangsarbeit an Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu denen man sie mit Gewalt zwang. Und der König von Ägypten redete mit den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schiphra, die andere Pua hieß, und er sprach: Wenn ihr die Hebräerinnen entbindet, so seht auf der Stelle nach; wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, ist es aber eine Tochter, so lasst sie leben! Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern sie ließen die Knaben leben. Da ließ der König von Ägypten die Hebammen rufen und fragte sie: Warum tut ihr das, dass ihr die Knaben leben lasst? Da antworteten die Hebammen dem Pharao: Nun, die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen; sie sind lebhafter; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren! Und Gott segnete die Hebammen; das Volk (die Israeliten) aber vermehrte sich und nahm gewaltig zu. Und es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, baute er ihnen Häuser. Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: Werft alle Söhne, die [ihnen] geboren werden, in den Nil; aber alle Töchter lasst leben!" 2. Mose 1:7-22

Der hebräische Junge, der im Nil in einer Korbwiege wippte und dieses Edikt überlebte, war Moses, der zu einem der berühmtesten und einflussreichsten Männer der gesamten Menschheitsgeschichte wurde.

Die ägyptische, griechische und römische Kultur schoben ihre Übel auf die Verbreitung von Kindern oder den Mangel an Kindern. In Die Republik 461a-461c argumentiert Platon, dass in dem von den Philosophenkönigen regierten Idealstaat Frauen zur Abtreibung gezwungen werden sollten, wenn der Stadtstaat zu bevölkerungsreich wird. Null Bevölkerungswachstum (ZPG--1968) und Chinas Ein-Kind-Politik (1979) fördern dieselbe Doktrin in unserer modernen Welt.

Die heidnische Praxis der Abtreibung, die von der Idee des Vorrangs des Staates vor den individuellen Freiheiten getragen wird, ist in allen heidnischen Kulturen tief verwurzelt.

Aber wie bei allen Allgemeingültigkeiten gibt es immer wieder Ausnahmen. Es ist rätselhaft, Ovid, den ultimativen alten Rüpel, Frauenräuber und Wüstling der Liebe zu finden, der nicht nur gegen die Abtreibung ist, sondern sich wünscht, dass seine Geliebte, die gerade eine Abtreibung versucht hatte, dabei gestorben wäre:

Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.)

"Sie, die als erste versuchte, die zarte Frucht, die sie darin trug, aus ihrem Schoß zu vertreiben, verdiente es, in dem Kampf, den sie eingeladen hatte, unterzugehen....Hätten Mütter in der Kindheit der Welt diesen bösen Brauch befolgt, wäre das Menschengeschlecht vom Angesicht der Erde verschwunden....Wer hätte das Königreich Priamos (Troja) gestürzt, wenn Thetis, die Göttin der Meere, nicht bereit gewesen wäre, ihre Frucht bis zu der von der Natur zugeteilten Frist zu tragen? Wenn Ilia die Zwillinge, die sie in sich trug (Romulus und Remus), erstickt hätte, wäre der Gründer der herrschenden Stadt der Welt (Rom) nie geboren worden. Hätte die Venus Äneas im Mutterleib erschlagen, wäre die Erde Caesars beraubt worden. Und du (Ovids Geliebte), die du so schön geboren wurdest, wärst umgekommen, hätte deine Mutter die Tat vollbracht, die du gerade versucht hast.... Warum mit grausamer Hand die Frucht wegreißen, bevor sie reif ist?....laß sie nach Belieben wachsen; neues Leben in die Welt zu bringen, ist der Lohn für ein paar Monate Geduld....O Frauen, warum wollt ihr eure Eingeweide mit den Instrumenten des Todes entweihen? Warum bietet ihr den noch ungeborenen Säuglingen furchtbare Gifte an?....Die armenischen Tigerinnen verhalten sich nicht so, noch wagt es die Löwin, ihren eigenen Nachwuchs zu vernichten....Viele Male tötet sie sich selbst, die ihren Nachwuchs im Mutterleib tötet. Sie stirbt selbst und wird mit zerzaustem Haar auf ihrem qualvollen Bett geboren, und alle, die sie sehen, rufen: 'Nun, ihr Unheil hat sie verdient". Die Liebenden 2.14

Saturn verschlingt seinen Sohn-Francisco Goya (1746-1828), Prada-Museum

In unserer modernen jüdisch-christlichen westlichen Kultur würden sich selbst die eifrigsten Abtreibungsgegner niemals wünschen, dass eine Frau durch eine Abtreibung stirbt. Was soll man von dem heidnischen Ovid halten, dessen Name für immer mit Promiskuität und Zügellosigkeit verbunden ist?

Der frühchristliche Apologet Minucius Felix (ca. 150-270), der die römischen Götter anklagt, schreibt: "Ich sehe, dass du deine Kinder wilden Tieren und den Vögeln aussetzt ... und dass du (sie) zerquetscht hast, als du mit einer elenden Art von Tod erdrosselt wurdest ... diese Dinge kommen mit Sicherheit von deinen Göttern herunter ... Saturn (alias griechisch Kronos) hat seine Kinder nicht ausgesetzt, sondern sie verschlungen." Octavius 30

Gegen den Strich der heidnischen Welt standen der jüdisch-christliche Gott und die jüdisch-christlichen Lehren sowohl gegen Abtreibung als auch gegen Kindermord:

"Du sollst dem HERRN, deinem Gott nicht auf diese (oder "in deren") (heidnische/heidnischen) Weise dienen, denn alles, was ein Gräuel ist für den HERRN, was er hasst, haben sie für ihre Götter getan; ja, sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter (als Opfer) im Feuer verbrannt!" 5. Mose 12:31 (um 1450 v. Chr.)

"Du sollst nicht ein Kind durch Abtreibung morden, und du sollst das Neugeborene nicht töten." Didache 2.2 (um 50-100 n. Chr.)

Flavius Josephus (32-100 n. Chr.)

"Das (mosaische) Gesetz schreibt uns außerdem vor, alle unsere Nachkommen zu erziehen, und verbietet den Frauen, das Gezeugte abzutreiben oder es danach zu zerstören; und wenn eine Frau dies anscheinend getan hat, wird sie eine Mörderin ihres Kindes sein, indem sie ein Lebewesen zerstört und die menschliche Gattung herabsetzt." Josephus, Gegen Apion 2.25 (um 80 n. Chr.)

Tertullian (160-220 n. Chr.)

"Der Embryo wird also in der Gebärmutter zu einem menschlichen Wesen, sobald seine Form vollendet ist. Das Gesetz des Moses bestraft in der Tat mit gebührender Strafe den Mann, der die Abtreibung veranlassen soll, da es bereits das Rudiment eines menschlichen Wesens gibt, das ihm schon jetzt die Bedingung von Leben und Tod zugeschrieben hat, da es bereits den Fragen von beiden unterworfen ist, obwohl es, indem es noch in der Mutter lebt, zum größten Teil seinen eigenen Zustand mit der Mutter teilt." Tertullian, _Eine Abhandlung über die Seele 37 _(um 200 n. Chr.)

"Wenn Männer sich streiten und eine schwangere Frau stoßen, so dass eine Frühgeburt eintritt, aber sonst kein Schaden entsteht, so muss [dem Schuldigen] eine Geldstrafe auferlegt werden, wie sie der Ehemann der Frau festsetzt; und er soll sie auf richterliche Entscheidung hin geben. Wenn aber ein Schaden entsteht (der Tod der Mutter oder des Kindes), so sollst du geben: Leben um Leben," 2. Mose 21,22-23

"Töte das Kind nicht durch Abtreibung, noch auch töte das Neugeborene!" Brief des Barnabas 19.5 (um 130 n. Chr.)

Abtreibung und Kindermord wurden nach dem Zeitalter des christlichen Kaisers Konstantin von ca. 313-337 n. Chr. verboten. Sitten und Gebräuche im Zusammenhang mit ihren heidnischen Göttern und Göttinnen, die seit Tausenden von Jahren üblich waren, wurden für unmoralisch und rechtlich falsch erklärt.-Sandra Sweeny Silver

Solidus von Konstantin dem Großen - Geschlagen in Antiochien, Syrien um 324 n. Chr. ($ = unbezahlbar)